Liebe Berg- und Skiriegeler

Als erstes wie üblich mein philosophischer Ausflug diesmal über

„Der beste aller Vorsätze“

Kaum sind die letzten Pulverdampfschwaden der Silvesternacht abgezogen, lastet bleischwer ein anderes Ungemach auf dem jungen, noch unschuldigen Jahr. Es sind die sogenannten guten Vorsätze. Was daran gut sein soll, weiss niemand so genau. Es sind Knebel- und Gängelinstrumente, denen wir uns teils freiwillig, teils unfreiwillig unterwerfen. Entstanden sind sie wahrscheinlich aus einer Art Wiedergutmachungsreflex heraus gegenüber dem alten Jahr, das man vielleicht nicht so perfekt über die Runden gebracht hat, wie man sich das wünschte. Im nächsten Jahr wird alles anders und schon tappen wir in die perfide Falle des Selbstbetrugs.

Blicken wir ein Jahr zurück. Damals wurden bestimmt nicht weniger gute Vorsätze geschmiedet als in diesen Tagen. Und? Ist die Welt besser geworden? Sind die Menschen vernünftiger? Nichts von alldem, obwohl es doch an Vorsätzen nicht gefehlt hätte. Die Krux der guten Vorsätze liegt in der irrigen Ansicht, wir seien alle Herr unserer Entscheidungen, unsere Gestaltungsfreiheit sei grenzenlos und wir müssten uns nur alles Positive vornehmen, dann würde es auch so werden. Da machen wir die Rechnung aber ohne den Wirt.

 

Als ob es keine misslichen Sachzwänge mehr gäbe. Haben wir uns womöglich eine eigene Traumwelt erschaffen: Kein Chef nervt uns mehr. Die Kinder stellen unsere Geduld nicht länger auf die Probe. Am Ende des Monats ist noch mehr als die Hälfte des Gehalts auf dem Konto. Das Benzin wird immer billiger. Wir stehen nicht mehr im Stau und ärgern uns auch nicht mehr über die lauten Nachbarn. Den Terminkalender haben wir auf die Hälfte gekürzt. Die aktuelle Tagespolitik nimmt uns nicht mehr so ein. Mehr Zeit für … haben wir ohne Ende.

Bei so viel Realitätsflucht stehen die guten Vorsätze doch eigentlich schon im Verdacht, ähnliches wie Wahnvorstellungen auszulösen. Gerade um diese Jahreszeit grassiert dieses Suchtverhalten, während sich im Dezember dann schwere Entzugserscheinungen einstellen. Zum Glück sind wir jetzt alle klüger und haben das gefährliche  Gift erkannt, das in den guten Vorsätzen schlummert. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Wir denken nicht daran, uns zur Beruhigung in die totale Selbstverleugnung zu stürzen. Jetzt wird wirklich alles besser. Werden wir gefragt, was wir uns für 2014 vornehmen, dann werden wir selbstbewusst und befreit aufatmen und erklären: Wir machen uns nicht länger zum Sklaven der guten Vorsätze! Also doch wieder ein Vorsatz? O.K., aber einer der das Adjektiv „gut“ auch wirklich verdient. Denn ein schlechtes Gewissen wird sich dann am nächsten Jahresende bestimmt nicht einstellen.

I däm Sinn: „Was heit dir öich vorgno?“

Auch im 2013 sind einige Anlässe der B+S durchgeführt worden. In chronologischer Reihenfolge sind dies:

26. Januar 2013 / Abteilungsversammlung der B+S

Überraschend viele Mitglieder fanden den Weg ins Beaulieu. Der Saal platzte fast aus allen Nähten. Es hat mich auch gefreut, dass danach über die Hälfte der Anwesenden noch zum Essen blieben. Der Ablauf des Essens gestaltete sich etwas zögernd. Die einen waren mit dem Essen bereits fertig und die anderen hatten noch nichts auf dem Tisch. Das klappt in der Hütte, unter erschwerten Bedingungen, viel besser und absolut TOP.

  • 16. + 17. März 2013 / Winterweekend auf Einberg

Auch dieses Jahr erfreute sich das Schneeschuhlaufen steigender Beliebtheit. Fast alle Teilnehmer hatten bereits eigene Schneeschuhe, was darauf schliessen lässt, dass sie auch im 2014 dabei sein werden. Der Aufstieg über das „Trochemürli“ war sehr anspruchsvoll um nicht zu sagen fast ein wenig „strapaziös“. Hatte doch eine Lawine den Hang auf ca. 20 m zu einem fast unpassierbaren Hindernis gestaltet. Danach gings aber zügig voran. Müde in der Hütte angelangt erfreuten sich alle am Apéro und dem sehr guten Essen welches uns die Küchenfrauschaft wieder mal herzauberte.

  • 10. - 12. Mai 2013 / Hütten-Putzete auf Einberg

Sehr viel Schnee machte es uns unmöglich schweres Gerät wie Staub- und Nasssauger in die Hütte zu transportieren. Allso musste wieder, wie früher, viel Handarbeit angewendet werden. Wir schafften es aber auch so, vor allem auch, weil uns die Küchenfehen zwischen Geschirrbergen und Wassereimern immer wieder mit tollem Essen überraschten. Auch wie immer, eine kleine aber topmotivierte Truppe, welche die Hütte in Schuss hält. Ihnen gehört ein grosses MERCI.

  • 18. - 20. Mai 2013 / Pfingsten-Hüttenweekend auf Einberg

Schnee, Schnee und immer noch Schnee. Wir konnten die Hütte fast nicht verlassen. Ausser einem Spaziergang auf dem gespurten Hüttenweg ins „Büehli“ und zurück brachte uns kein Hund aus der warmen Stube. Dafür waren die Gespräche angeregt, das ausruhen kam auch nicht zu kurz und das Essen war bombastisch. Das Datum passte dieses Jahr jedoch gar nicht, waren es doch nur 4 Personen die Zeit und Lust hatten. Wegen Schneeregen und mangels Sonnenschein verliessen auch diese 4 die Hütte bereits am Pfingstsonntag wieder.

  • 10. August 2012 / Herbstwanderung mit anschliessendem Grillabend

„Eggu“ hat sich bereit erklärt für uns eine Wanderung in seinem Wohngebiet zu organisieren. Über Feld und durch den Wald ging es zum „Chutzeturm“, welcher natürlich bestiegen werden musste um eine wundervolle Aussicht zu geniessen und vor allem weil auch dort oben, in luftiger Höhe, das Apéro serviert wurde. Zurück bei „Eggus“ zu Hause gab’s Grilladen, Züpfe und Brot, Salate, Getränke in Hülle und Fülle sowie ein grosses Dessertbuffet. Kählin Urs hatte noch seine Handorgel dabei. Ein ganz toller Abend, mit alten und neuen Liedern, nahm seinen Ausklang. Vielen herzlichen Dank an Egglers und Ürsu.

  • 12. + 13. Oktober 2012 / Holzete auf Einberg

Wie könnte es anders sein. Wie bei allen Anlässen in diesem Jahr in der Hütte hatte es Schnee, Schnee und nochmals Schnee. Es war unmöglich draussen zu holzen. Ein kleiner Platz musste zuerst freigeschaufelt werden, damit wir wenigstens eine „Beige“, die unter dem Dach gestapelt war, „rugelen“ konnten. Dafür gings in der Hütte rund. Der ganze obere Tennsboden wurde geräumt, das Holz gespaltet und wieder „bigelet“. Es hat also wieder genug Holz zur Verfügung um einen warmen Winter und (schneereichen Sommer) in der Hütte zu verbringen. Allen Helfern nochmals ein grosses MERCI. Fast hab ich es vergessen, was gabs da noch, a ja, wie immer einige Supermahlzeiten mit Apéros und Dessert, eingekauft von Gabi und zubereitet von allen weiblichen Hüttengeistern. Auch ihnen ein grosses MERCI.

So, das 2013 ist abgehandelt, das 2014 hat bereits begonnen. Hoffen wir, dass wir alle gesund und munter all die Anlässe, die die  B+S organisiert, besuchen können. Es würde den Vorstand sehr freuen, wenn an diesen Anlässen sehr, sehr viele Berg- und Skiriegeler dabei sein werden. Wir freuen uns, mit euch allen zusammen einige erholsame, lustige und aufgestellte Stunden verbringen zu können.

Fürs 2014 wünsche ich euch allen, vorab meinen Vorstandskollegen und ihren Partnerinnen, eine erfolgreiche, glückliche, gesunde und stressfreie Zeit.

Nun noch das obligate Schlusswort

Wenn wir unser eigenes
Licht erscheinen lassen,
geben wir unbewusst anderen
Menschen die Erlaubnis dasselbe zu tun
Nelson Mandela

Merci viu mau
Öie Präsident
Pesche Burger
Courgevaux, im Januar 2014                    

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