180505 MeetingLausanne Ritz Stalder05.05.18 - Die Sprinter der Länggasse Leichtathletik stellten sich 2018 im ehrwürdigen Stade Olympique in Lausanne erstmal hinter die Startlinie. Für ein stimmungsvolles Meeting sorgten die zahlreichen Kids und deren Eltern und Begleiter. Die inneren Bahnen weisen auf der Zielgeraden Schäden auf, sodass nur die Bahnen vier bis acht gelaufen wurden. 

Andreas Ritz und Tim Stalder. Ein veritabler Knaller zu Beginn. Ritz und Stalder hatten als Gegner zwei bekannte Nati-Mitglieder (Bellon LCZ, Tajana GAB Bellinzona). Tim Stalder, auf der undankbaren Bahn acht, startete engagiert aber keineswegs am Limit. In der oberen Kurve investierte er nur einen Teil seiner momentanen Möglichkeiten. Andreas Ritz, kein Turbosprinter am Start, nutzte den verbesserten Kraftstand für eine lineare Beschleunigung und vor allem auch für eine ganz starke Kurve. Eingangs Zielgeraden führte Bellon, vor Ritz und noch recht deutlich vor Tajana und Stalder. Tim gefiel das nicht. Er drehte auf, überholte das Feld als wären das Durchschnittssprinter. Offensichtlich hatte er die Absicht auch Andreas Ritz noch abzufangen. Dafür war dann entweder die Strecke zu kurz oder der Antritt etwas zu spät. Andreas Ritz verbesserte seine bisherige Bestleistung um fast eine halbe Sekunde auf herausragende 34.54 Sek. Tim Stalder, wir erinnern uns, lief im Vorjahr als U20 Athlet ganz starke 34.81 Sek. In Lausanne stoppten für ihn die Uhren bei 34.56 Sek. Ritz/Stalder, ein Zielfilmentscheid. Die Leistungen, momentan Rang zwei und drei in der CH-Bestenliste, werden wohl auch Ende Jahr noch Top 10 sein.    

Yves Maritz, Dario Kaufmann, Am 1. Mai verbesserte Dario Kaufmann seine zwei Jahre alte Bestmarke auf 37.13 Sek. Es war ein überzeugender Lauf in Basel mit starken letzten 30 Metern. So waren denn die Erwartungen in Lausanne hoch. Ein 36er Zeit sollte es werden. Vorweg, das gelang mit 37.24 Sek. knapp nicht. Es sah aus, als hätte er eine Bremse angezogen. Die gute Zeit ist nicht einem „frischen“ Sprint zu verdanken sondern schlicht der guten Substanz. Die gewünschte Zeit müsste, wenn man Lausanne als Massstab nimmt, eigentlich locker zu schaffen sein. Yves Maritz wünschte, in der zweiten Serie laufen zu können. Er durfte. Allerdings waren die Gegner in dieser Serie nicht in der Lage, Yves zu fordern. Es wurde ein Rennen an der Spitze des Feldes, solide, ohne den Druck, den es braucht um an die Grenze zu gehen. Das war auch nicht beabsichtigt. Die Zeit, 36.07 Sek., ist gut dürfte trotzdem nicht lange als Saisonal Best stehen bleiben. 

Simon Geber. Die Erwartungen waren nicht allzu hoch. Simon wurde beruflich und schulisch seit der Rückkehr aus dem Trainingslager stark gefordert. Hinzu kommt, dass in einigen Wochen Prüfungen anstehen. Sein Lauf mit und gegen starke Gegner war gut anzusehen. Eine saubere Sache. Die Aggressivität, das unablässige Attackieren fehlte. Die Zielgerade war dann typisch Gerber. Wenn die Konkurrenz „saure“ Beine bekommt, fällt Simon mit hohem Kniehub und hoher Effizienz auf. Die persönliche Bestleistung von 36.30 Sek. war dann doch überraschend stark.  

Nick Stalder, Timo Castrini, Ludovic Schatzmann. Ein herausragendes Trio, leider war Ludo nicht in der stärkeren ersten Serie. Nick Stalder erhielt die Order, statt auf Biegen und Brechen zu laufen, wie er es doch so gerne tut, ein Schaulaufen zu absolvieren. Was er daraus machte, war grosses Sprintkino. Vor einem Jahr noch wirkte er gelegentlich noch etwas linkisch und schlaksig. Auf der Pontaise in Lausanne hätte Nick für einen Lehrfilm „Sprinten – aber elegant“ dienen können. Als nach seinem Dafürhalten die Gegner ausgangs Kurve noch zu nahe „dran“ waren, machte er einige Meter etwas mehr Tempo und weg war er. Persönliche Bestleistung, 35.92“. Trotzdem! Timo Castrini, der Kurssprinter absolvierte eine bemerkenswerte Dreiviertelrunde. Am Ziel musste er feststellen, er hatte noch Reserven. Sprinterisch ebenfalls aussergewöhnlich gut, hatte er viel Respekt vor seinem ersten 300er. 36.52 Sek, eine Sekunde besser als erwartet. Ludovic Schatzmann wurde in die zweite Serie U18 eingeteilt. Seine Gegner hatten allenfalls höchstens vor dem Start etwas zum Schmunzeln. Nicht dass sie schwach gewesen wären, beileibe nicht, sonst wären sie nicht in der zweiten Serie gestartet. Aber sie waren in allen Belangen dem technisch souveränen und vor allem auch stehvermögenden Ludovic unterlegen. Sie versuchten alles, man sah es, aber es war nichts zu machen. Guter Start, hohes Tempo in der Kurve, Schrittverlängerung auf der Zielgeraden waren die Gründe für exzellente 36.57 Sek.    

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