180602 SVM RitzIm SVM NLA erhalten viele Athleten und Athletinnen wertvolle Startmöglichkeiten. Für die arrivierten Leistungsträger ist es ein Messen mit den national starken Gegnern, für Nachwuchsleute eine Möglichkeit in einem Team mit vielen erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zu starten. Wie die LG Bern, so haben auch alle anderen Vereine nicht für alle Disziplinen Topbesetzungen, auch diese setzen oft und gerne junge Talente ein, die damit eine zusätzliche Startgelegenheit erhalten. Dieser abschliessende Bericht ist den Arrivierten und den Newcomern gewidmet.  

Weitsprung Männer
Im Weitsprung der Männer waren mit Gföhler und Ullmann zwei der stärksten nationalen Springer am Start. Für die LG Bern holte GGB Mann Albion Dautaj mit 6.69m und dem siebten Rang wichtige Punkte. Moritz Stuker, Jahrgang 2002, durfte oder musste mangels interner Konkurrenz in Basel mitspringen. Er nutzte den Wettkampf im besten Sinne als wertvolle Erfahrung. Dass er unter diesen Umständen mit 6.06 Meter persönliche Bestleistung zu springen vermochte, spricht für seine mentale Wettkampfeinstellung. Er klassierte sich damit vor LG Kollege Lorenz Studer (5.85m) und zum Beispiel noch vor dem Walliser Tophürdler Julien Bonvin (5.96m). Im Gegensatz zu Yves Maritz, Simon Gerber und Stefan Schmocker kann er jetzt behaupten, Julien Bonvin  sei kein ernsthafter Gegner für ihn. 

Dreisprung Männer
In dieser Disziplin war der sechszehnjährige Moritz Stukeraufgefordert, ein Zählresultat zu liefern. Es waren seitens der LG Bern nur zwei Athleten am Start. Wie seinen Konkurrenten machte ihm der teilweise starke Gegenwind zu schaffen. Nach bereits guten 12.14 Meter im ersten Versuch steigerte er sich nach einem Sprung auf 11.90m bei 2.9m/sek Gegenwind im letzten Versuch auf 12.52 Meter. Damit konnte er sich in extremis in der Rangliste um satte 5 Ränge nach oben bringen. 12. Rang von 20 Springern und 6 Punkte zum Gesamtklassement, persönliche Bestleistung und Rang 7 in der Schweizer Bestenliste U18.  

400 Meter Hürden
Wie so oft in jüngster Vergangenheit, kündigte sich das Rennen über 400m Hürden als ein Highlight an. Dany Brand, U34 WM Medaillengewinner, startete erstmals, nachdem er sich im Aufbautraining verletzt hatte. Andreas Ritzwar gefordert. Die Gegner? Alain-Hervé Mfomkpa, der klare Favorit. Dany Brand, dessen Formstand niemand kannte. Sales Inglin der starke Kurzhürdler, der auf die Langhürden setzen möchte. Der Franzose Kevin Achouri, Emir Dridi auch Berner aber vom STB und Teamkollege Yves Maritz. Das war die Affiche zur ersten Serie. Andreas startete diesmal mit hohem Tempo und sichtbar entschlossen, eine gute Zeit zu laufen. Erstaunlicherweise waren nur Mfomkpa und Brand ganz vorne mit im Rennen. Ein leichtes Zögern von Andreas kostete jene wenigen Zehntel, die zum grossen Coup notwendig wären. Auf der Zielgeraden zeigte sich der LG Bern-Mann Dany Brand überlegen. Er war auch auf den letzten Hürden absolut sicher und souverän. Mit 51.55 Sekunden lief Andreas persönliche Saisonbestleistung, die fünftbeste Zeit seiner Karriere und gleichzeitig das hochkarätigste Resultat der gesamten LG Bern Mannschaft. Yves Maritzstartete nach einer Woche mit hohem Fieber mit dem Ziel, auch unter diesen Umständen einen rhythmisch stimmigen Lauf zu absolvieren. Das ist ihm vorzüglich gelungen. Er war in jeder Phase seines Rennens Herr der Technik und sicher im Rhythmus. Ökonomisch musste er laufen, das tat er. Unter diesen Vorzeichen sind seine 56.23 Sekunden eines der erfreulichen Resultate dieses Tages. Simon Gerberstartete in Serie 2. Er macht es gut, auch wenn er umständehalber nicht in Topform sein kann. Bei der zweiten Hürde geriet er leicht ins Stolpern, als er an der Hürde anhängte. Er erhöhte bis zur dritten Hürde mit erstaunlicher Abgeklärtheit die Kadenz um in der Folge alle Hürden einwandfrei zu nehmen. Er muss seine Kräfte etwas haushälterisch einsetzen. Das tut er, indem er auf den ersten 300 Metern mitläuft und dann auf der Zielgeraden ungeahnt zusetzt. Das sieht spektakulär aus und animiert die Zuschauer zur Unterstützung. 56.03 Sekunden brauchte er für seinen Lauf. Zweitbeste Zeit die er je gelaufen ist. Fünfter der Schweizer Bestenliste.    

3000 Meter Männer
Für Lukas Marti war das Anfangstempo im 3000er beinahe perfekt. Die Spitzengruppe mit Lukas lief ein sehr regelmässiges und schnelles Tempo. Auf dem letzten Kilometer lief der Genfer Ilias Hernandez auf und davon. Auf der letzten Runde erhöhte Thomas Gmür das Tempo deutlich, während Hernandez zu schwächeln begann. Gmür schaffte es noch, den sich ins Ziel rettenden Genfer zu überholen. Lukas, der etwas später feststellte, dass der Führende nachliess sprintete die Zielgerade im Stile eines 800 Meter Läufers. Die Auf- und Einholjagd gelang ganz knapp nicht mehr. Feine 8.29.26 und 14 Punkte waren die erfreuliche Bilanz dieses cleveren Rennens. Steepler Alain Croisier(so darf man ihn neuerdings nennen) sah in diesem 3000er ein Art zweigeteiltes Feld. Von „hinten“ wurde er nicht allzu stark gefordert, nach vorne hielt er zwar stets einen gewissen Kontakt wobei er dann doch wohl etwas zu lange „alleine“ unterwegs war. Er hätte vielleicht nach vorne aufschliessen können. Seine persönliche Bestleistung von 8.53.34 zeigt aber, dass er ganz sicher nichts falsch gemacht hat.  

In Kürze:
Im Diskus musste Stefan Schmocker um Punkte kämpfen. Er hätte andere Disziplinen vorgezogen, aber im den Würfen fehlen der LG Bern Wurfspezialisten. Mit seinen 36.18m darf er zufrieden sein und für die 6 gewonnen Punkte dankt ihm die Mannschaftsleitung. Ralf Kurath, von Hause aus auch 10-Kämpfer, kam im Diskuswerfen nicht auf Touren. Seine Weite von 26.79 Meter bekam er nicht so richtig mit, er war zu „groggy“ von seinem fulminanten 400 Meter Schaulaufen. Zwei Punkte gab’s trotzdem. Eine äusserst seltene Disziplinkombination absolvierte Alain Croisier. Nach seinem gelungenen 3000er stellte er sich in den Hammerwurfring, breitbeinig, sonst hätte ihn der Hammer umgerissen. Nein er konnte nicht in das Geschehen an der Spitze eingreifen. Dennoch gehörte er in Basel zu den am meisten beachteten Hammerwerfern. Seine Würfe wurden wie Glanztaten bejubelt, dabei war er und die Zuschauer jedesmal froh, wenn das Gerät die unmittelbare Umgebung des Ringes zu verlassen mochte. Die Weite entspricht einem durchschnittlichen Dreisprungresultat (13.49 Meter). Der Abstand zur Spitze betrug 46.65 Meter. Eine Randnotiz, Alain absolvierte alle Versuche, die Kampfrichter erhöhten bei Hin- und Herlaufen ihre Fitness. 

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