180630 U20 SVM30.06.18 - Bei besten Bedingungen führte unser U20-Coach, David Spichiger,  gut gelaunte LG Bern Mannschaften durch die SVM Finals der U20. Die LG Bern Teams waren mit auffällig vielen U18 und U16 Vertretern bestückt und konnten entsprechend um die Tagessiege nicht mitkämpfen. Allerdings war auffällig, dass sich diese sehr jungen Athletinnen und Athleten hervorragend schlugen. Der 10. Rang von 12 Mannschaften bei den Frauen und der 9. Rang von 11. Mannschaften bei den Männern lassen für die Zukunft hoffen. 

 

 

 

Rangliste U20 Frauen:

  1. LG Unterwalden, 103
  2. LG LZ Oberaargau, 86
  3. BTV Aarau Athletics, 85.5
  4. COA Lausanne-Riviera, 82
  5. LG Basel Regio, 66
  6. LV Winterthur, 65
  7. COA Valais Romand, 65
  8. STB Leichtathletik, 59
  9. LG Thun, 52.5
  10. LG Bern, 50
  11. LC Frauenfeld, 46
  12. COA Broye-Nord-Vaudois, 20

Rangliste U20 Männer:

  1. COA Valais Romand, 107.5
  2. STB Leichtathletik, 102,5
  3. Stade Genève, 95
  4. LG LZ Oberaargau, 74 
  5. LG Basel Regio, 74
  6. COA Lausanne-Riviera 70.5
  7. Leichtathletikverein Fricktal, 68
  8. LG Thun, 67.5
  9. LG Bern, 61.5
  10. COA Broye-Nord-Vaudois, 32,5
  11. LC Frauenfeld, 32

Gesamte Rangliste inkl. allen Einzelresultaten 


Staffeln

Die LG Bern bei den U20 Männern war ausschliesslich mit Vertretern des TVL besetzt. Es war die jüngste (nur Frauenfeld stellte eine beinahe ebenso junge Mannschaft) aber die schnellste Mannschaft in Thun. Was so nicht ganz stimmt. Das stark besetzte Walliser Quartett lief wahrscheinlich geringfügig schneller aber deren Wechsel waren schwach. Die LG-Berner wechselten sehr sicher und sie sprinteten vorzüglich. Moritz Stuker bewältigte die Startkurve, auch im Vergleich zu den Gegnern, sehr gut. Timo Castrini hatte dann auf der Gegengeraden seine Freude daran, für einmal nicht gegen die Besten der Schweiz laufen zu müssen. Er ging deutlich in Führung so dass Nick Stalder in der zweiten Kurve nicht kämpfen musste sondern ganz einfach seine sprinterische Klasse zeigen konnte. Nachdem in der Kurve der starke Weitspringer Tamas Valkay vom STB sein Quartett einigermassen im Spiel halten konnte, war die Spannung für Schlussläufer Simon Gerber noch immer intakt. Er liess der Konkurrenz allerdings keine Chance. Mit 41.61 Sek. lief die Staffel eine hervorragende Zeit und Schweizer Saisonbestleistung. Nur die Nationalstaffel U20 war in diesem Jahr schneller.   
Die Frauenstaffel mit den beiden TVL-Girls, Sahra Gerber und Joëlle Buri, lief ein sicheres und den Möglichkeiten entsprechend gutes Rennen in 51.54". 

Sprintsund Hürden der TVLer

Drei Tage vor Abreise an die U20 Europameisterschaften in Györ (HUN) nahm sich Timo Castrini vor, sich auf keine Duelle einzulassen. Das ist im beinahe gelungen. Nach einem technisch einwandfreien Start sprintete er mit bemerkenswertem Kniehub an die Spitze des Feldes. Dem starken U20 Athleten Joel Mabiala Ngimbi gefiel das nicht. Als dieser attackierte gab Timo für einen kurzen Moment auch Schub um sich fast gleichzeitig zu erinnern, „keine Duelle“. Er nahm etwas Druck weg und erreichte so entspannt das Ziel. Trotzdem mit 10.94 Sek. eine neue persönliche Bestleistung. Die Form für Györ stimmt offensichtlich. 

Über 400m hatte Nick Stalder keine gleichwertigen Gegner. Er ging sein Rennen schnell an und war nach halber Strecke deutlich in Führung. In der zweiten Kurve wollte und musste Nick nicht an die Grenzen gehen. Er kontrollierte das Feld, es ging schliesslich um Rangpunkte, und er holte mit exzellenten 49.55 Sek. relativ locker das Punktemaximum. Simon Gerber zeigte gute erste 200 Meter. In der Kurve merkte er, dass er bereits in der dritten Disziplin unterwegs war. Die Batterien leerten sich schnell, zu schnell für eine ganz gute Zeit. 

Simon Gerber wurde über die 110mHü in die zweite Serie eingeteilt. Der Romand Ariel Hinnen konsultierte vor dem Rennen die Bestenliste und stellte fest, dass kein ernstzunehmender Gegner in dieser Serie mitzulaufen schien. Seine in dieser Saison gelaufenen 15.46 Sek. sowie die guten Zeiten über die „hohen“ Hürden hievten ihn zum Favoriten in dieser Serie. Dann der Startschuss: erste Hürden gut für Hinnen, gut für Gerber, fünfte Hürde gut für Hinnen, sehr gut für Gerber. Unverhofft sah sich der siegessichere Romand hart bedrängt. Simon mit überzeugender Technik und einem rhythmisch sehr starken Lauf drängte an die Spitze. Der Walliser, sichtlich völlig irritiert, strauchelte in die siebte Hürde und muss das Rennen abbrechen. Simon liess sich durch nichts beirren, er erreichte das Ziel nach 15.27 Sek. Das ist nicht nur gut, das ist sensationell! Eine Top Rangierung in der Schweiz. Zur Erinnerung, es war sein zweiter Kurzhürdensprint. Den ersten lief er genau vor einem Jahr. Moritz Stuker gewann seine Serie über die Kurzhürdendistanz. Es lief ihm aber nicht ganz nach Wunsch. Grundsätzlich läuft er über die Hürden, an diesem Tag aber flog er mehrheitlich und verlor wertvolle Hundertstel, denn nach Fliegen kommt Landen, und das kostete viel Kraft. Dennoch, einige andere Mannschaften hätten  sein Resultat gerne auf ihrer Abrechnung gehabt.  

Sprünge der TVLer

Der U16 Athlet Silvan Ryser stellte sich 17 Konkurrenten, allesamt älter als er. Er zeigte einen super und erstaunlich abgeklärten Wettkampf. Mit 1.70m ohne Fehlversuchen und dem neunten Rang war er ein wertvolles Mitglied des LG Bern Teams. Im Stabsprung zeigte Tobias Ryser nach sehr guten 3.60m an den Kantonalmeisterschaften erneut eine solide Leistung. Mit seinen 3.40m sprang er einen halben Meter höher als beim gleichen Anlass vor einem Jahr in Lausanne. Mit diesen Steigerungen wächst da ein aussichtsreicher Stabspringer heran. Moritz Stuker und Fabian Bosshardt waren die Weitspringer der LG Bern. Moritz klassierte sich als Zwölfter mit 6.01m. Die Konkurrenz war stark besetzt und es brauchte 7.18m zu Sieg.  Allerdings waren auch im Weitsprung alle besser Klassierten entscheidend älter als Moritz. Fabian sprang mit 5.82m eine persönliche Bestleistung.

Im Hochsprung zeigte Sahra Gerber einmal mehr ihr Potential. Nachdem der letzte Hoch-Wettkampf in der Halle völlig missriet überzeugte Sahra mit sicheren Sprüngen über 1.35, 1.40 und 1.45. Danach fehlte allerdings die Überzeugung und die Sicherheit und so wurde leider nichts mit den angestrebten 1.50m. Schön zum Zusehen war es aber allemal.

Mit 4.88m und neuer PB punktete Sahra dann anschliessend im Weitsprung und unterstrich ihre Ambitionen, eine regelmässige 5m-Springerin zu werden. Die 4.60m von Joëlle im selben Weitsprungwettkampf bedeuteten Saisonbestleistung für sie.

Würfe der TVLer

Nick Stalder ging in Thun, disziplinenmässig gesehen, fremd. Er gesellte sich zu den starken Jungs beim Kugelstossen und verfehlte dabei seine hohen Ambition, 10 Meter zu stossen, um nur 14 Zentimeter. Er gehörte technisch zu den Besseren. Physikalisch gesehen haperte es einzig bei der Maximalkraft und dem „Gegengewicht“. Kugel nach vorne, Körper nach hinten das ist halt doppelt so schwierig wie nur Kugel nach vorne. Louis Schneeberger, Jahrgang 2003 schaffte 8.31m. Im Diskuswerfen lieferte er mit 23.65 Meter gar einen Zählpunkt und ist ein Versprechen für die Zukunft.

Bei den Frauen lieferten Nora Hostettler im Diskus mit 24.66m das Zählresultat, wobei die Würfe beim Einwerfen grössere Weiten für die Zukunft in Aussicht stellen. Wir sind gespannt. Ein Gastspiel bei der TVL-LA gab Sophie Strupler. Die TVL-Handballerin machte sich mit drei Trainings fit für einen LA-Wettkampf und punktete sogleich im Kugelstossen. Wir hoffen, dass die 8.03m genügend Motivation sind, um einen zweiten und dritten LA-Wettkampf nachzulegen. Nora stiess ihre 4kg-Kugel auf respektable 7.90m.

 

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