180708 U18 EM Gyoer Castrini Stalder05.-08.07.18 - Der TVL war mit Nick Stalder und Timo Castrini an den europäischen U18 Meisterschaften vertreten. Zusammen mit 1‘135 Athletinnen und Athleten aus 50 Ländern kämpften sie im ungarischen Györ um gute Zeiten und gute Rangierungen. Die beiden Sprinter werden nach einer Woche in Ungarn heute wieder in die Schweiz zurückkehren. Sie haben eine anstrengende, eine erlebnisreiche und vor allem auch eine erfolgreiche Woche hinter sich. Timo musste davon ausgehen, einmal an den Start gehen zu können, er startete vier Mal. Nick durfte mit zwei Starts rechnen, er startete drei Mal.    

TIMO CASTRINI hat sich an den Trials durchgesetzt und einen der zwei Schweizer Startplätze erhalten. Am Donnerstag qualifizierte er sich mit einem verschlafenen Start und überzeugendem Finish für die Halbfinals. In diesem Halbfinal gelangen der Start und die Beschleunigung sehr gut. Gegen die starke Konkurrenz war es für den noch nicht allzu erfahrenen Sprinter schwierig, locker zu bleiben. Zwar nicht verkrampft aber doch nicht „völlig losgelöst“ vermochte er im entscheidenden Moment nicht den Schritt zu verlängern. Er wurde mit 11.05 Sek. hervorragender Vierzehnter von insgesamt 42 Konkurrenten. Der zweite Schweizer wurde im Halbfinal wegen eines Fehlstarts disqualifiziert. Timo hat in den 19 Monaten mit Leistungssporttraining sich in jeder Beziehung enorm gesteigert und mit diesem Auftritt sein Talent deutlich aufgezeigt. Der Anlass in Györ war geprägt durch anspruchsvolle Windbedingungen. Timo hätte mit Glück 0.9 m/s vom Wind unterstützt werden können. In seinem, dem ungünstigsten Fall, wurde die Serie mit 1.8 m/s Gegenwind gebremst. Der Achte im Final lief 10.87 Sek.  

„Die 400 Meter sind ein knallhartes Geschäft“, wusste der Fernsehkommentator zu berichten. NICK STALDER hat sich als bester Schweizer souverän für dieses harte Geschäft qualifiziert. Die Vorläufe entfielen, es waren nur vierundzwanzig 400-Meter Läufer am Start. Die Bedingungen an diesem Freitagabend waren extrem schwierig. Starker Regen und heftige Böen führten nicht nur zu grossen Verzögerungen im Zeitplan sondern sie stellten auch hohe Anforderungen an die jungen Athleten. Nur drei Athleten gelangen in den Vorläufen persönliche Bestleistungen. Eine wurde von einem Quotenplatzathleten mit 51.95 Sek. erzielt. Der zweite Schweizer, Lionel Spitz lief in der ersten Serie und wurde dort mit 49.66 Sek. Sechster. Ein sehr guter Lauf und mit Blick auf die Bedingungen ein sehr gutes Resultat. Nick wurde in der zweiten Serie auf die Bahn 8 gelost und er wusste, dass Kollege Lionel ein vorzügliches Resultat abgeliefert hatte. Aussenbahn, nicht ideal aber zu diesem Zeitpunkt besser als die überflutete Bahn 1. Nick lief nicht sein bisher schnellstes, aber sein bestes 400 Meter Rennen. Er startete schnell, vermochte trotzdem entspannt zu bleiben. Wie ein Routinier richtete er sich nach 250 Meter auf die Stärksten der Serie aus, als diese so allmählich auf seine „Höhe“ kamen. Zielgeraden sind sowieso seine Sache. So wurde Nick mit hervorragenden 49.27 Sek. Fünfter seiner Serie und genauso wie Timo Vierzehnter der Meisterschaften. Im Final wäre er damit Achter geworden. Diese Leistung an einem Grossanlass ist ein Versprechen für die Zukunft.  

Freude herrschte, als die beiden TVL Athleten auch für die Staffel nominiert wurden. Noch mehr Freude herrschte, als sich die Schweizer mit Castrini, Graf, Stalder und Spitz mit einem souveränen Vorlauf für den Final qualifizierten. Mit Blick auf die Vorläufe rechnete sich die Schweiz eventuell gar eine Medaillenchance aus. Allerdings ohne Berücksichtigung, dass die Mannschaften im Final in anderer Zusammensetzung laufen können. Bei den U18 wird eine Medley Staffel gelaufen. Die Abschnitte sind 100m, 200m, 300m und 400m in dieser Reihenfolge. Auch im Final wurde für die Schweiz wieder Timo Castrini auf die Startstrecke geschickt. Sein Kollege Simon Graf hatte das Handicap seines Fehlstarts über 100 Meter. Timo lief ein brillantes Rennen. Es gefällt ihm offenbar, in der Kurve zu sprinten. Der Wechsel, diesmal zu Timothé Mumenthaler gelang perfekt. Mumenthaler schien gut unterwegs zu sein, kämpfte aber sichtbar in und mit der zweiten Kurve. Kein 200 Meter Läufer ist es gewohnt, zuerst die Gerade und dann die Kurve zu absolvieren, in der Medley Staffel ist das aber der Fall. Der Wechsel zu Nick Stalder, der vielleicht etwas zu heftig wegsprintete missriet derart, dass statt an der Spitze der Verfolgergruppe auf Platz 4 laufen zu können, sich Nick plötzlich eingeschlossen auf Platz 6 und 7 sah. Er wollte dann eingangs Zielgerade antreten, war aber komplett eingeschlossen. Er musste hinten und ganz aussen herum auf Bahn sechs wechseln um dem Schlussläufer Lionel Spitz den Stab übergeben zu können. Dieser zeigte einen beherzten Lauf, er gab wirklich alles, aber es reichte nicht mehr für eine Rangverbesserung. Bei sehr guten Wechseln wäre ein vierter Platz möglich gewesen. So wurde das Quartett erschöpft, um ein mächtiges Erlebnis reicher und mit wertvoller Erfahrung gute Sechste. 

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