180902 Staffel SM PodestMD02.09.18 - Es war einiges los in Thun an diesem ersten kalendarischen Herbsttag. Einmal mehr waren in vielen Kategorien spannende Rennen zu sehen. Die Temperaturen waren noch angenehm, für einige Momente zeigte sich gar die Sonne über dem Stadion Lachen. Die LG Bern war gut und vor allem auch sehr erfolgreich vertreten. 4x Gold, 2xSilber und 1x Bronze.

Double der Männer über 3x1000m und in der Americaine   

Ein wahrlich starker Auftritt für die Mittelstrecken-Asse des TV Länggasse Bern. In einem lange Zeit spannenden Americaine-Rennen kämpften Hendrik Engel, Alain Croisier und Pascal Furtwängler zuerst gegen Walliser und Aarauer und dann lediglich noch gegen den Titelverteidiger BTV Aarau. Es war kein Spaziergang, 12 Mannschaften waren am Start mit einigen prominenten Namen wie Laurent Guillaume, Daniele Angelella, Claudio Wäspi, Joel Flury. Gegen das TVL-Trio war aber an diesem Tag nicht anzukommen. Die drei Athleten liefen zu stark für die Gegner. Im Ziel war ein komfortabler Vorsprung von vier Sekunden zu verzeichnen.
Nicht weniger spannend verlief das Rennen über 3x1000 Meter. Croisier hielt glänzend mit, Engel liess sich nicht abschütteln obwohl er die Americaine noch deutlich in den Beinen spürte. Auf der letzten Runde war klar, der Sieger würde ST Bern oder LG Bern heisst. Dem starken Marc Bill musste man durchaus gegen den ebenfalls leicht gezeichneten Furtwängler gute Chancen einräumen. 120 Meter vor dem Ziel attackierte Furtwängler den STB’ler. Auf den kraftvollen Antritt konnte Marc Bill nicht antworten, auch wenn er es wiederholt versuchte. Letztlich siegte das Doppelgoldtrio klar. Eine bärenstarke Leistung.    

Double der Frauen über 3x1000m und Olympische Staffel 

Keine wirklichen Gegnerinnen hatten Laura Giudice, Sina Sprecher und Delia Sclabas im Rennen über 3x1000 Meter. Die Vertreterin des TVL, Sina Sprecher, war in Thun in bester Lauflaune. Schon stark, wie gut sie ihr Rennen einteilen konnte. Sie hatte wesentlichen Anteil am grossartigen Erfolg und dem neuen Schweizer Rekord (8.25.55). In der olympischen Staffel machte Sina mit ihrer Bahnrunde bereits alles klar für den späteren Sieg der LG Bern. 

4x100m der Frauen

Die U18 Athletin Anna Rotter wurde als Schlussläuferin der LG Bern eingesetzt. Im Vorlauf qualifizierte sich die LG Bern mit einer sicheren Rangqualifikation. 48.75 Sek benötigten sie dafür. Anna zeigte sich dabei absolut auf der Höhe ihrer Gegnerinnen. Im Halbfinal steigerte sich die LG Bern auf 48.51 Sek. Da dürfte Anna einiges dazu beigetragen haben. Ihr Halbfinalauftritt war überzeugend. In einem Stadion mit 8 Bahnen wären die „Gelben“ im Final gewesen. 

4x100m der Männer

Die LG Bern musste kurzfristig auf Brahian Pena verzichten. An seiner Stelle ergänzte der unverwüstliche Steven Gugerli das Trio des TVL. Als Zweite im Halbfinal war eine direkte Finalqualifikation mit einer Zeit von 42.53 Sek. auf sicher. Im Final, mit einer deutlichen Steigerung, lief das Quartett mit 41.52 Sek., jetzt eine Sekunde schneller, auf den dritten Platz. Der favorisierte LCZ war klar vorne weg, während das Rennen mit dem BTV Aarau mit den beiden Topsprintern Wicki und Müller enger als erwartet ausging. Gugerli war ein sicherer Wert am Start. Er hat in diesem Sommer kein Rennen bestritten, aber trotzdem regelmässig trainiert. Andreas Ritz machte auf der Gegengeraden im Vorlauf routiniert was nötig war, im Final zeigte er gegen sehr starke Gegner einen überzeugenden Lauf. In der oberen Kurve war Ralf Kurath den meisten Gegnern überlegen. Er ist ein starker Kurvensprinter. Der Wechsel zu Schlussläufer Silvan Lutz gelang im Halbfinal nicht gut, im Final war er einwandfrei. Die Final-Zielgerade von Silvan war sehr stark, technisch, tempomässig und kämpferisch. In der LG Bern zwei gab Alain Croisier sein 4x100m Staffel-SM Debüt. Er sprang kurzfristig für Gugerli ein, der den verletzten Pena ersetzen musste. Es dürfte ebenfalls ein Premiere gewesen sein: Ein Läufer der die Americaine und die 4x1000m gewonnen hat, geht für eine 100 Meter Strecke in die Startblöcke. Er hat es gut gemacht. Gut er war nicht der schnellste Startläufer aber trotz „sauren“ Beinen ein eleganter Kurvensprinter. Die LG Vertreter aus Wohlen stellten eine eigene Mannschaft, welche pikanterweise in der gleichen Serie wie die LG Bern 2, die mit Croisier, dem Vizemeister über 3000m Steeple, Kobrehel, Kaufmann und Schmocker besetzt war. Die drei LG Sprinter setzten in der Folge alles daran, nach vorne ins Rennen zu kommen und nach hinten die Wohlener abzuwehren. Es gelang ihnen mit Bravour auch wenn es letztlich nicht für eine Finalqualifikation reichte. Croisier war darüber dann noch nicht so unglücklich.  

4x400m Männer

Fünf Teams gingen an den Start. Darunter zwei Teams der LG Bern. Yves Maritz stand verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Die Mannschaft der LG Bern 1 ging mit Ralf Kurath ins Rennen. Er hielt gegen Dany Brand und Vincent Notz (und Matyas Kobrehel) sehr gut mit. Er dürfte etwa gleichauf übergeben haben. Die zweite Runde wurde von Pascal Furtwängler gelaufen. Er hatte jeden Meter dieser Bahn bereits einige Male gesehen. Er gab alles, und das war erstaunlicherweise noch immer viel. Die dritte Ablösung übernahm Andreas Ritz mit einer ausgezeichneten Leistung. Mit Jonas Gehrig hatte er einen der drei 46er Läufer dieser Saison als Gegner. Da konnte er verständlicherweise am Schluss nicht ganz mithalten. Entscheidend konnte er sich aber vom Vertreter des LCZ 2 absetzen. Schlussläufer Silvan Lutz war in Staffel-SM-Laune. Er lief taktisch und kämpferisch sehr klug. Der Schlussläufer von LCZ 2 hatte keine Chancen, auf der Zielgeraden machte er dagegen auf Ricky Petrucciani noch sichtbar Boden gut. Das will was heissen. Die LG Bern 2 lief ebenfalls ein höchst erfreuliches Rennen. Startläufer Kobrehel lief eine routinierte Startrunde, der unermüdliche Hendrik Engel packte auf der zweiten Ablösung nochmals alles was ihm noch zur Verfügung stand aus. Dario Kaufmann überraschte und überzeugte mit einer ganz starken Bahnrunde. Sie gelang ihm so, wie er es sich gewünscht hatte. Die Schlussrunde übernahm Stefan Schmocker der bis ins Ziel keine Sekunde nachliess. Es hat sich gelohnt. Diese Mannschaft lief das zweitbeste Resultat, das je eine zweite Mannschaft LG Bern/TVL gelaufen ist.  

4x100m und 4x400m U20

Beide Distanzen wurden von den exakt gleichen Athleten bestritten. Drei dieser Jungs sind noch im U18 Alter. Um aber von der Klasse von Simon Gerber über 4x400m profitieren zu können, starteten die TVL Athleten in der Kategorie U20. Das war über 4x100m anspruchsvoll. Im Vorlauf wurde das Team mit Moritz Stuker, Timo Castrini, Nick Stalder und Simon Gerber mit 43.43 Sek. sichere Zweite und sie waren damit direkt für den Final qualifiziert. In diesem Final legten die Vier nochmals zu, für eine Medaille reichte das aber knapp nicht. Undankbare aber trotzdem starke Vierte wurden sie. Das Finalrennen über 4x400m der U20 war packend und bis auf die Zielgerade spannend. Moritz Stuker lief als Startläufer ein mutiges und engagiertes Rennen. Auf der Zielgeraden musste er kämpfen, gegen Säure und Gegner. Tim Castrini im ersten 400er seiner noch jungen Karriere startete schnell. 400 Meter Spezialist Lionel Spitz gefiel das nicht. Er wollte Vorsprung gewinnen, Castrini gefiel nun aber das nicht und er legte eingangs Zielgerade nochmals tüchtig zu. Simon Gerber, der Mann der dritten Ablösung lief ein gutes Rennen. Wie so oft, hatte er es mit Lars Widmer zu tun. Er hielt sich gut, so dass für Nick Stalder das Rennen nochmals komplett offen gewesen wäre, wäre der Gegner nicht Julien Bonvin gewesen, ein Teilnehmer der U20 Weltmeisterschaften. Nick machte es dem Walliser schwer. Erst vierzig Meter vor dem Ziel musste er sich ein- und überholen lassen. Eine tiefe 47er Zeit sei für Bonvin gestoppt worden, wusste der Speaker zu berichten. Hut ab vor ihm aber vor allem auch vor Nick Stalder. So herrschte Freude über die Vizemeisterschaft und über ein spannendes Rennen. 

Gesamte Rangliste

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