180908 NW SM U16 U18 1008./09.09.18 - Mit Saisonbestleistung von 48.80" und einem grossen Vorsprung sicherte sich Nick Stalder bei den U18 den Schweizermeistertitel über 400m in überlegener Manier. Bei den weiblichen U16 pulverisierte Sahra Gerber ihre Bestlestung im Dreisprung und holte mit 11.20m die verdiente Bronzemedaille.
Das OK in Frauenfeld hat einmal mehr bewiesen, dass sie in der Lage sind, stimmungsvolle Meisterschaften durchzuführen. Bei in jeder Beziehung besten Bedingungen konnten viel spannende und hochstehende Wettkämpfe bestaunt werden. Die Vertreter des TVL haben sich gut in Szene gesetzt.   

180908 NW SM U16 U18 00400m U18   

2018 hatte Nick Stalder in der Schweiz in seiner Kategorie eigentlich nur einen einzigen Gegner. Lionel Spitz, das Stehvermögenwunder aus Zürich. Lionel hat entschieden, in Frauenfeld den Titel über 800m zu gewinnen und vielleicht auch, dem Nick aus dem Wege zu gehen. Dieser Entscheid war goldrichtig. Lionel gewann das packende Rennen über die zwei Bahnrunden. Nick hatte am Samstag einen Vorlauf zu bestreiten. Eine schwierige Aufgabe war das nicht. Nach 50.32 Sekunden war der Vorlaufsieg und Finaleinzug erreicht. Im stimmungsvollen und vielbeachteten Final waren die noch zahlreichen Zuschauer gespannt, wie der vom Speakerteam hochgelobte Topfavorit, EM Teilnehmer, Saisonbester und noch einiges mehr, das Rennen gestalten würde. Bereits nach 30 Metern wurde offensichtlich, dass Nick vor allem schnell laufen wollte. Nach 200 Meter hatte er einen comfortablen Vorsprung. Er hätte es jetzt etwas ruhiger angehen können, wollte er aber nicht. In der oberen Kurve machte er nochmals mächtig Druck. Auf der Zielgeraden mit über 15 Meter Vorsprung powerte er nimmermüde ins Ziel. Neue persönliche Bestleistung, 48.80 Sek, neue Schweizerische Saisonbestleistung und Schweizer Meister waren die Gegenleistungen für diesen Effort. Dahinter, gute 1 ½ Sekunden wurde verbissen um die restlichen Medaillen gekämpft. Nur einige Hunderstel trennten den Zweiten mit 50.45 vom Vierten. 

100m, 200m U18

Für Timo Castrini hatten diese Meisterschaften einen speziellen Charakter. Er wird Mitte Oktober an den Youth Olympic Games über 100m starten. Die Landesmeisterschaften hatten mit diesem Ziel vor Augen eher Trainingscharakter. Timo war in den letzten Wettkämpfen muskulär etwas im Grenzbereich. Er wollte sich deshalb vor allem nicht in Fights im Grenzbereich einlassen, und eigentlich hatte bereits eine kurze Rekuperationsphase vor einem kompakten Neuaufbau für die Oympischen Jugendspiele begonnen. Timo bestritt über 100m den Vor- und Zwischenlauf wobei er sich jeweils immer direkt für die nächsten Runden qualifizierte. Auf den Final verzichtete er, genauso wie für den 200m Final, für den er sich trotz Spielerei im Vorlauf qualifizierte. In diesem Vorlauf waren die beiden TVL Athleten Nick Stalder und Timo Castrini in derselben Serie auf benachbarten Bahnen eingeteilt. Auf den letzten 40 Metern hatten sie derart viel Vorsprung auf das restliche Feld, dass sie sich mit kleinen Zwischenspurts und Tempowechseln unterhielten. Sie hatten auch Zeit einen kleinen verbalen Plausch zu veranstalten. Das bekommen die Athleten dahinter, die ihr Bestes geben, zwar wahrscheinlich nicht mit, freuen würde es sie aber nicht.  

Anna Rotter hatte eine sehr schwierige Aufgabe zu lösen. Über 40 Sprinterinnen kämpften für einen der acht Finalplätze. Anna ist nicht mehr in Topform, eine lange Saison und eine anspruchsvolles OK Mandat bei Athletics goes School kosteten Kräfte. Im Vorlauf geriet die Kurve etwas wenig druckvoll, sodass wider Erwarten ausgangs Kurve eine Gegnerin im ersten der sechs Vorläufe sich vor Anna platzieren konnte. Nur die Seriensiegerinnen qualifizierten sich direkt. Anna musste mit knappen Rückstand, einer Zeit von 26.04 Sek. und dem zweiten Vorlaufrang hoffen, dass sie eine der zwei schnellsten Zeiten erreicht hatte um ins Final einzuziehen. Nach angespannten 20 Minuten, während der übrigen 5 Vorläufe, wechselten sich Hoffnung und Bangen ab. Letztlich erreiche Anna jedoch gar als schnellste Nichtseriensiegerin das ersehnte Finale. Dort gelang der Start und die ersten Kurve sehr gut. Eingangs Zielgeraden war Anna noch voll mit dabei. Erst auf den letzten Metern verlor sie leicht den Anschluss an das Mittelfeld. Ein starker Auftritt mit einem erfreulichen Ausgang. 

180908 NW SM U16 U18 03Weitsprung U18

Mit dem klaren Ziel einer Finalqualifikation startete Anna Rotter in den Weitsprungwettkampf der weiblichen U18. Dieses Ziel verpasste sie mit 5.31m als 12. deutlich. Allerdings wären für den Final lediglich 5.44m nötig gewesen und eine solche Weite ist für Anna grundsätzlich keine unüberwindbare Hürde. Anna musste aber erfahren, wie schnell es im Weitsprung gehen kann und dass ein unberechenbarer Wind als Spielverderber die beste Vorbereitung zunichte machen kann. Nach einem Nuller zum Auftakt müsste im zweiten Versuch ein Sicherheitssprung her. Die 5.31m waren entsprechend OK, aber eben noch nicht das, was man erwartete. Nachdem auch im dritten Durchgang ein Nuller resultierte, musste Anna wie erwähnt als 12. den Wettkampf beenden. Erfahrung gesammelt, Wettkampf abhaken.

180908 NW SM U16 U18 01Dreisprung U18 

WOW! Dass Sahra Gerber in Topform ist, hat sie in den Trainings mehrfach angedeutet und entsprechend gespannt waren alle Beteiligten auf diesen Dreisprungwettkampf der W U18. Bereits beim Einspringen strotze Sahra vor Selbstvertrauen und zeigte der Konkurrenz mit technisch brillanten Sprüngen, dass sie eine ernstzunehmende Anwärterin auf eine Medaille ist. Gleich im ersten Durchgang pulverisierte sie dann ihre bisherige Bestweite um fast einen halben Meter und landete bei 11.20m. Der zweite Rang nach dem Vorkampf musste Sahra im 5. Durchgang noch abgeben, aber die Medaille war nie in Gefahr. So durfte Sahra die Ernte ihres Trainingsfleiss einfahren und als strahlende Dritte aufs Podest steigen.

Alle Resultate der U16/U18 SM 2018 in Frauenfeld

 

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