170704 Sina Sprecher Nottwl01./02.07.2016 - Die Wettervorhersagen für die Wettkämpfe in Nottwil und La Chaux-de-Fonds waren wenig erfreulich. Entsprechend mager waren die Teilnehmenden des TV Länggase Bern an den beiden Events. Diese aber verdienen sehr wohl einen Eintrag auf der Webiste des TVL. 

Nottwil, 1. Juli 2017

Die Bedingungen präsentierten sich letztlich in Nottwil nicht mal so schlecht. Die Sonne schien und wärmte das Stadion so knapp über 18 Grad. Störend war einzig der böige, aber konstant starke Wind. Andreas Ritz ging über 400m Hürden an den Start. Er wollte wohl in Anbetracht des widrigen Windes in der zweiten Kurve nicht zu schnell angehen. So hatte er auf den späteren Sieger Dany Brand bereits nach der vierten Hürde einen deutlichen Rückstand. Wie gewohnt konnte er auf der Zielgeraden stark zulegen. 51.86 Sek brauchte er letztlich, ein gutes Resultat, aber doch nicht der erhoffte Exploit. In der zweiten Serie ging Stefan Schmocker an den Start. Der Athlet der GG Bern und Trainingspartner von Andreas Ritz zeigte mit 57.89 Sek. eine wirklich gute Leistung. Er war lange wegen eines Fingerbruchs handicapiert und hat erst seit zwei Wochen wieder einen höheren Trainingsrhythmus aufgenommen. Hürdentrainer Thomas Wild war mit Stefan sehr zufrieden, schon beinahe etwas überrascht über die gute Vorstellung. Über 400m war Silvan Lutz nicht am Start. Er gönnte sich nach den anstrengenden Team Europameisterschaften eine Pause. Ralf Kurath trainiert mit dem TVL und er vermochte den TVL über die Bahnrunde gut zu vertreten. Mit 49.88 Sek. verbesserte er seine persönliche Bestleistung um einen Zehntel. Der Wind hat auch ihm arg zugesetzt. Er brauchte einige Zeit, bis er sich erholt hatte. Sein Lauf war gekennzeichnet durch einen guten Start und eine ebenso gute erste Kurve. Im Gegenwind wirkte er in der zweiten Kurve etwas weniger leicht und locker. Kämpferisch war seine Zielgerade. Über 800m rutschte Reto Ramseier gerade noch in die erste, starke Serie. Auf Bahn ging er ins Rennen, etwas defensiv, vor allem im Abschnitt zwischen 400m und 600m. Auf dem letzten Abschnitt war er erfreulicherweise in der Lage, das Tempo nicht nur zu halten sondern im Gegnervergleich gar deutlich zuzusetzen. Mit 1.54.05 und einem feinen 9. Rang wurde er dafür belohnt. Über 800m bei den Frauen erzielte Sina Sprecher mit 2:10.55 eine persönliche Bestleitung. Es war eine schnelle Serie, in der sich Sina sehr clever aus allen Techtelmechtel herausgehalten hat. Mit grosser Regelmässigkeit lief sie ihr Rennen stark zu Ende. Sie steigert sich von Woche zu Woche und wünscht sich wohl eine lange Saison. Selina Baumberger vermochte nicht ganz an die Leistung vom Pfingstwochenende heranzukommen. Sie wird sich trotzdem über ihre 2.20.66 und vor allem über den sehr starken 3. Rang in der zweiten Serie freuen. Es scheint, dass auch sie bald in der Lage ist, Rennen auf dem letzten Teilstück zu entscheiden. In der 3. Serie über 800m freute sich Kiflay Mengenstabe über eine persönliche Bestzeit. Dem Leichtgewicht schienen die turbulenten Winde nichts auszumachen. In einer homogenen Elferserie freute er sich sichtlich mitten drin laufen zu können. Der vierte Schlussrang in dieser Serie ist der verdiente Lohn für sein hohes Engagement.

La Chaux-de-Fonds, 2. Juli 2017

Im Neuenburger Jura waren nur wenige Schweizer am Start. Das Meeting wurde von den internationale Athleten, einige davon Weltklasse, dominiert. Das hat die 16. Und 17-jährigen Nachwuchsathleten des TVL sichtlich beeindruckt. Timo Castrini lief am späten Vormittag, bei undankbaren 13 Grad einen 100m Vorlauf. Er mochte nichts Gutes über seinen Lauf berichten. Im 3. Vorlauf lief er 11.70 Sek. Der erste Vorlauf wurde vom Südafrikaner Erasmus in 10.27 ge-wonnen. Nach einem langen Tag im zwar trockenen aber kühlen La Chaux-de-Fonds startete Timo am Abend noch über 200m. Die 23.65 sind in Anbetracht der Umstände gar nicht mal so leid, auch wenn Timo schon deutlich schneller war. Es ging ihm die Frische und die nötige Power ab, um sich und den viel Geduld zeigenden Vater Castrini mit einer Topzeit zu überraschen. Nachdem Simon Gerber über seine U18 Hürden brillierte, war die Umstellung im Jura und in Anbetracht der Gegner schwieriger als erwartet. Beim Einsprinten wollte der Rhythmus und die Technik nicht gelingen. Simon stellte für sich eine Trainingshürde, welche keck von den zahlreichen Weltklasseathleten ebenfalls genutzt wurde. Wo sind schon mal zehn Athleten versammelt, die über 400m Hürden in weniger als 51 Sekunden laufen? Derart beeindruckt, startete Simon auf Aussenbahn sehr zurückhaltend. Bereits nach der vierten Hürde war klar, das Ziel SM-Limite (notabende für die Elite SM) war an diesem Tag kein Thema. Mitte der zweiten Kurve und nach einigen Unstimmigkeiten bei den ersten sechs Hürden vermochte sich der Kämpfer Simon aufzufangen und er zeigten dann dem recht zahlreichen Publikum eine ansprechende Zielgerade. Vielleicht nach dem Motto, man muss dort etwas zeigen, wo es die Leute auch sehen. Mit 59.30 Sek. wird dieser ausgebremste Lauf am Schluss gar noch gut „bezahlt“.

 

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