Bern, Anfang September

Noch trauen sich einige wenige in die Aare, noch erfüllen spätsommerliche Temperaturen jenseits der 20 Grad das Leben auf den Strassen. Doch bereits kündigt sich die Hallensaison an und führt vom weichen Sand der Beachfelder zurück auf den harten Hallenboden der Realität. Auch das Herren II des TVL stellt sich in dieser Saison wieder den Freuden und Leiden der meistgespielten Sportart der Welt.


Zu diesem Zeitpunkt bereits Aussagen zum Formstand des Teams zu machen käme einer Konkurrenzierung von Madame Etoiles Künsten gleich. Somit belässt es der Schreibende mit einem trockenen Statusbericht: Erwähnenswert ist in diesem Jahr, dass der TVL mit seiner zweiten Mannschaft neu in der Gruppe I spielen wird, was dem Anspruch einiger gestandener Spieler durchaus gelegen kommt und die Brust noch breiter machen dürfte. Zudem hat die Zusammenlegung mit dem benachbarten Regionalverband Solothurn zu einer erneuten Durchmischung geführt. Neu begegnen wir dem VBC Aeschi (das im Solothurnischen), Volley Liebefeld und dem VBC Wichtrach. Wieder dabei ist Volley Muristalden, womit wir neben dem inoffiziellen Derby gegen den VBC Bern in diesem Jahr auch wieder ein Campus-Derby austragen werden. Zu bedauern ist das Wegfallen der Spiele gegen HLT, diese waren sportlich, bezüglich Intensität und mit Blick aufs Fairplay die besten Matches in der Vergangenheit. Gespannt sein dürfen wir auf die Equipe von Papiermühle, die sich anders als letztes Jahr nicht mit den Old Stars, sondern mit gestandenen 1. Ligaspielern schmücken dürfte, denen der Gang in die NLB zu beschwerlich erschien.

preseason 2017 2018 TVL1

Das TVL-Team unterliegt dem steten Wandel – was angesichts der demografischen Entwicklung auch ein notwendiges Übel darstellt. Leo hat seinen Worten Taten folgen lassen und ist nicht mehr dabei. Dies erstaunt – wer ihn kennt – nicht wirklich, hinterlässt aber eine grosse Lücke an Erfahrung, Taktik und Finesse. An seiner statt wird Sven für Furore sorgen, der ihn an der Spitze des Altersklassements abgelöst hat. Nach dem Bündner Spescha zu Beginn der letzten Spielzeit verlieren wir diesmal mit dem jüngeren Schlittler auch den zweiten Fabian in unseren Reihen. Er ist dem Ruf der Metropole London erlegen, wer kann es ihm verübeln… – good luck Fabian! Seinen Posten als Coach wird Giorgio übernehmen, die Trainingsverantwortung inklusive. Schliesslich haben wir den Weggang von Timo zu beklagen, der seine Zelte in der Länggasse zugunsten einer Bereisung des Globus abbricht. Renato schliesslich hat sich entschieden, nach der letztjährigen, ganzsaisonalen Rekonvaleszenz einen Schlussstrich unter seine erfolgreiche Karriere als Spieler zu setzen. Neben Sven haben wir Armin angeheuert, der unserer landauf landab bekannten Offensivpower zusätzlichen Schub verleihen wird. Die Integration der Neuen ist dank der Willkommenskultur der Bisherigen (Vinz, Giorgio, Flo, Lüku, Lollo, Earl, Nico, Joel und Tom) bereits erfolgreich abgeschlossen – nun geht es um den Feinschliff.

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Eine erste Kostprobe unseres Wirkens durfte am 5. September das Herren I erfahren. Die beiden Teams offenbarten beim vereinsinternen Stelldichein viele Höhenflüge und wenige Bruchlandungen. Das Fanionteam glänzte mit mehr Durchschlagskraft und konnte die Partie mit dem unüblichen Skore (aber gleich wie im vergangenen Jahr) von 4:0 Sätzen gewinnen. Einzig im vierten Durchgang war es eine klare Sache, das stimmt positiv. Wenn die jetzigen Verletzungen von Nico und Tom bis Saisonbeginn ad acta gelegt werden können und die Vaterschaftsurlaube von Vinz und Earl gutschweizerisch kurz ausfallen, so liegt auch in dieser Spielzeit einiges drin. Save the date: Am 17. Oktober geht‘s gegen den VBC Bern um die ersten Punkte. FORZA!

Für das Herren II, Tom Wägli

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