Tommage …
Urbanes Wörterbuch
Tommage = Ableitung von franz. „dommage“; bezeichnet ein Volleyballspiel, das trotz einer herausragenden individuellen Leistung aufgrund mangelnder Unterstützung der Mitspieler verloren ging
Art des Wortes: Adjektiv
Kategorien: Sport, Jugendsprache, Zwischenmenschliches, dunkelschwarz-humorige Bezeichnungen


Am siebten Tag der Woche, pünktlich um 14 Uhr – eine Stunde vor Spielbeginn – fanden sich die (meisten) Spieler des Herren II in der Unisporthalle ein.Man wollte für einen Gegner, dem man in der letztjährigen Rückrunde einen Punkt abgetrotzt hatte, gewappnet sein.
Ganze sieben stramme Eidgenossen hatten es in dunkelblauen Shirts in die Halle geschafft. Tom, Giorgio, Lollo, Nico, Armin, Joel und Flo waren die letzten Mohikaner, die der TVL angesichts der dünnen Personaldecke noch stellen konnte.


Während die Sieben im Westen als Glückszahl verstanden wird, bringt sie im Fernen Osten Unglück. In unserem Team bringt die Zahl vor allem die traditionelle Wochenendpräsenz zum Ausdruck. Nur eine geschlossene Mannschaftsleistung konnte also den Erfolg bringen.
Die mit der Winterzeit gewonnene Stunde machte sich beim Einspielen, das eher einem Winterschlaf glich, noch nicht bemerkbar. Die Teamsenioren gaben aber ihr Bestes, um die Mannschaft wachzurütteln und zu Heldentaten anzustacheln. Im ersten Satz konnte der TVL dann auch lange mithalten, bevor die Studis einen Gang höher schalteten. Besonders Tom feuerte aus allen Rohren und hatte so bei ziemlich jedem Punkt seine Finger im Spiel. Es reichte nicht ganz. Tommage …


Die einzige Wechseloption ausgeschöpft, kämpfte sich der TVL im zweiten Satz zurück. Zum einen konnte sich Tom noch einmal steigern (3-Meter- Angriff als neue Trendsportart für Basejumper), zum anderen nahm UniBE das Spiel auf die etwas gar leichte Schulter, indem sie die halbe Mannschaft auswechselten. Die sieben Zwerge erwachten aus dem Dornröschenschlaf und krallten sich Satz 2. Gaudeamus igitur, juvenes dum sumus!


Somit begann alles von vorne und eine Sensation lag in der kühlen, stickigen Hallenluft. Allerdings nur für eine sehr kurze Zeit. Statt den sieben Kardinaltugenden zu folgen, schlichen sich die sieben Volleyball-Todsünden im Spiel der Länggässler ein: Wenig Stimmung, ungenaue Annahmen, durchschaubare Pässe, mangelnder Soutien, wenig Bewegung, wenig Druck in den Angriffen und noch mehr ungenaue Annahmen. Neo-Passeur Giorgio versuchte sein Bestes und Tom „the Bomb“ hämmerte weiter drauf, aber es reichte genau so wenig, wie die einzige Jokerkarte gegen Ende des Satzes zu ziehen. Tommage …


Die Geschichte des vierten Satzes ist schnell erzählt. Der TVL haderte mit seinem Geschick (auch Sunnyboy Tom kann mal sauer werden), versuchte nochmals Druck zu machen, musste sich aber bald seinem Schicksal ergeben. Die Jungspunde der Uni spielten zu clever, zu schnell und zu druckvoll. Das achte Weltwunder blieb schliesslich aus und der TVL gratulierte dem verdienten Sieger zum 3:1-Sieg. Wirklich tommage …


Am Dienstag kommt es zu einem Wiedersehen mit unseren alten Rivalen aus der 4. Liga aus dem Liebefeld. Für Liebe bleibt keine Zeit. Der zweite Saisonsieg ist Pflicht und wir hoffen, dass das Publikum zum siebten Mann auf dem Platz wird.


Highlight of the Match: Energy Drinks, Bananen, Gummizeugs und Malteser: Das Bänkli-Buffet war reichhaltiger als am Abschlussturnier


Fürs Herren II Flo