200711 Bulle TimoCastrini211.07.2020 - Das Meeting in Bulle ist entweder Top oder Flop. Das hängt weitgehend von den klimatischen Bedingungen ab. Wenn es im Stadion Wind hat, ist es bei gutem Wetter für die Kurzsprinter und Weitspringer Rückenwind. Für die Hochspringer Gegenwind. Die Ausgabe 2020 war eine mit eben diesem Rückenwind. Die leichte Bewölkung sorgte dafür, dass auch die Temperaturen angenehm blieben.   
Die notwendigen und sinnvollen Kontrollen aufgrund der Coronasituation verursachten zwar teilweise langen Wartezeiten, um das Stadion betreten zu können, doch danach wurden die Zuschauer mit umso fesselnder Leichtathletik belohnt.

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Bei Ankunft war vor dem einzigen Eingang zum Stadion eine 80 Meer Schlange. Athleten und Betreuer mussten teilweise über 45 Minuten anstehen. Die Kontrollen wurden in Bulle sehr ernst genommen, zurecht. Das Eingangsprozedere wurde in der Folge laufend verbessert, eine Kolonne mit den Athleten, deren Namen und Adressen man ja bereits gelistet hatte und eine Kolonne für die Begleitpersonen von den die persönlichen Daten erfasst wurden. Das beschleunigte das Ganze und fast alle der 121 100-Meter Sprinter waren rechtzeitig im Stadion. Eng wurde es dann später doch wieder, in vielen Serien auf der Bahn. Eng im Sinne von Rennen mit knappem Ausgang.

Im Weitsprung übertraf Daniela Schlatter die 6 Meter Marke gleich zweimal. Im dritten Versuch wurden 6.06 Meter gemessen, im fünften Versuch 6.04 Meter. Leider wehte jeweils ein zu starker Rückenwind, +2.3 respektive +2.8. Und ganz ärgerlich, kein einziger ihrer Sprünge war windmässig regulär. Das gute Gefühl wird aber in Erinnerung bleiben ebenso die Gewissheit auch gegen starke Gegnerinnen gut bestehen zu können. Im Kurzsprint zeigte Daniela mit starken 12.42 Sekund, einer persönlichen Bestzeit, woher unter anderem die tollen Weiten im Sprung kommen. Sie wurde Serienzweite. Diesmal stimmte auch der Wind. 

Timo Castrini vermochte sich in seinem stark besetzten ersten Lauf gegen seine gleichwertige Konkurrenz durchzusetzen. Er gewann seine Serie vor Jérôme Bellon und Alan Pichonnaz. Im Final wurde er Dritter hinter dem Franzosen Marc Perrin und dem zeitgleichen Bellon. Für Timo stoppten die Uhren 10.90 Sek. was eine persönliche Bestzeit bedeutet. Damit steht er auf Rang 3 der Schweizer Bestenliste U20. Im Vorlauf lief er auf der zweiten Streckenhälfte ganz stark. Im Final war dann der erste Laufabschnitt besser. Wenn da mal alles zusammenpasst!

Dario Kaufmann profitiert bei den Serieneinteilungen inzwischen von seinen guten Leistungen. Er startet in frühen Serien und hat starke Gegner. Davon lässt er sich nicht beeindrucken. Er hat Speed, Kraft und vor allem eine Leichtigkeit in der Schrittgestaltung. All das zusammen ergibt immer bessere Zeiten, selbst im Kursprint. 11.30 Sek. war seine Zeit, gerade mal 1/100 über seiner persönlichen Bestleistung. Er war besonders gespannt auf seinen Lauf über 200 Meter. Bei zu starker Windunterstützung wurde er in einem engen Feld mit einem Hunderstel Rückstand Serienzweiter. Die 22.67 Sek. wären persönliche Bestleistung.

Ralf Kurath hätte sich resultatmässig von seinem Auftritt in Bulle mehr erhofft. Mit seinen, allerdings durchaus guten 22.21 Sek. war er nicht gänzlich zufrieden. Um sich nicht zu verkrampfen, nahm er in der zweiten Kurvenhälfte etwas Druck weg, was in diesem Fall, mit lästigem Gegenwind, Tempo und «Fluss» kostete. Er vermochte seine Serie zu gewinnen, und er dürfte, erholt und fit, regelmässige 21er Zeiten laufen. Timo, auch über 200 Meter der schnellste der TVL Vertreter war mit seinen 22.07 Sek. auch nicht ganz zufrieden. Er wäre gerne unter 22 Sek. gelaufen und wenn schon darüber, dann wenigstens regulär. Aber bei allen 200m Sprints wehte ein zu starker Rückenwind allerdings in der Kurve zuerst Gegenwind, auch beim erstaunlichen Auftritt vom U18 Athleten Silvan Ryser. Nach weniger gelungenen 1.80 Meter im Hochsprung, einem Wettkampf der eine Stunden zu spät begann und wegen vielen Unterbrüchen nie richtig in Fahrt kam, stellte sich Silvan mutig vor den Startblock eines 200m Rennens. Er dürfte derzeit wohl über 400 Meter stark sein. Auf den ersten 100 Metern enteilte die Konkurrenz dem schlaksigen Berner. Aber auf den zweiten 100m Meter war er dann der Schnellste. Zuerst holte er den deutlichen Rückstand auf, dann lief er auch noch an den Gegner vorbei. 23.23 Sek. brauchte er für diesen sehenswerten Auftritt. 

Über 800m waren bei den Frauen zwei TVL Vertreterinnen am Start. Mit 2.25.52 hat Céline Pfeiffer ihre bisherige Bestleitung um beinahe 5 Sekunden verbessern können. Damit war Sie zufrieden. Sie teilte ihr Rennen äusserst klug ein, eine nicht ganz einfache Aufgabe bei mal 2-3 Meter Rücken- und dann wieder 2-3 Meter Gegenwind. Für Ruth Wüthrich war die Aufgabe erheblich anspruchsvoller. Sie konnte nicht im Windschatten mitlaufen, sie musste während längeren Streckenabschnitten alleine die Pace machen. Ihre 2.26.40 sind unter Berücksichtigung der Umstände ebenfalls eine sehr gute Leistung.  

Ihren ersten 200m absolvierte die junge Anja Dubler (U16). Mit 25.84 erzielte sie eine sehr schnelle Zeit, welche auf die Zukunft hoffen lässt.

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